Zukunft Alpenrhein - IRKA Internationale Regierungskommission Alpenrhein Die Internationale Regierungskommission Alpenrhein IRKA ist eine gemeinsame Plattform der vier Regierungen von Graubünden, St. Gallen, Liechtenstein und Vorarlberg. Sie wurde 1995 gegründet und dient dem länderübergreifenden Informationsaustausch, der Diskussion, Entscheidungsfindung und Planung wasserwirtschaftlicher Massnahmen am Alpenrhein. 	IRKA, Alpenrhein, Rheinregulierung, Hochwasserschutz, Grundwasser, Ökologie, Wasserkraft, Flussbau, Entwicklungskonzept, EKA, Hochwasser, Exkursion, Schulexkursionen, Schulunterlagen, Wanderausstellung, Massnahmen, Rheindelta, Zukunft, Fischbestand, Energie, Brauchwasser, Trinkwasser, Wasser, Erholung, Naturschutz, Erholung, Einzugsgebiet Alpenrhein, Fischtreppe, Flusskraftwerk, Umweltpolitik, Umweltschutz, Umwelt, IRR, Auen, 
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Der Alpenrhein Hochwasserschutz Grundwasser �kologie Wasserkraft Zukunft

Gewässerökologie

Der natürliche Alpenrhein: vielfältiger und artenreicher Lebensraum

Der historische Alpenrhein wies mit seiner Lebensraumvielfalt und der intensiven Vernetzung mit dem Bodensee eine im Vergleich zu ähnlichen Fliessgewässern ausserordentlich hohe Vielfalt an aquatischen Lebensgemeinschaften auf. Über 30 Fischarten und ein breites Spektrum gewässergebundener Tier- und Pflanzenarten besiedelten Mitte des 19. Jahrhunderts den verzweigten Alpenrhein und seine Zuflüsse. Der Alpenrhein prägte mit seinen mehreren Haupt- und Nebenarmen den Talboden. Die hohe Flussdynamik bildete im Flussbett grossflächige Schotterinseln, die regelmässig umgelagert wurden und frei von Bewuchs blieben. Der Grundwasserspiegel war hoch, grundwassergespeiste Nebengewässer, Auflächen und Riede prägten das Umland.

 

Heute: hohe Defizite aus gewässerökologischer Sicht

Heute ist der Alpenrhein fast durchgehend monoton reguliert und durch Hochwasserschutzdämme von seinen ehemaligen Nebengewässern abgetrennt. Alternierende Kiesbänke stellen im Regulierungsprofil die einzigen bedeutenden Strukturen dar. Flussab der Illmündung verschwinden auch diese letzten Strukturelemente. Die Reduktion der Gewässervielfalt und der Verlust intakter Lebensräume hat eine Verarmung der aquatischen Lebensgemeinschaften zur Folge. Tägliche Wasserspiegelschwankungen beeinträchtigen die Funktionsfähigkeit der wenigen verbliebenen Lebensräume zusätzlich.

 

Zustand der Zubringer und Nebengewässer 

Um den Talboden zu entwässern und um bei Hochwasser einen Rückstau in die Zubringer zu verhindern, wurden alle Zuflüsse flussab der Tardisbrücke zu Binnenkanalsystemen zusammengefasst. Mündeten noch Mitte des 19. Jahrhunderts insgesamt 53 Zubringer in den Alpenrhein, so sind es jetzt noch zehn.  

 

Als Folge der Sohleintiefung entstanden in den letzten Jahrzehnten bis zu 5 m hohe Abstürze zwischen Alpenrhein und seinen Zubringern, die mit Schussrinnen und Rampen überbrückt wurden. Selbst schwimmstarke Fischarten sind vielfach nicht in der Lage, diese Hindernisse zu passieren. Nur 5 der 10 Zubringermündungen sind daher für Fische passierbar. Die mündungsnahen Abschnitte der Zuflüsse sind infolge zahlreicher Eingriffe ebenfalls stark beeinträchtigt.

 

Durch das Absinken des Grundwasserspiegels trockneten grundwassergespeiste Giessen und Nebengewässer aus. Riedflächen und einstmals ausgedehnte Auwälder verschwanden. Um einer weiteren Eintiefung der Rheinsohle entgegenzuwirken, wurden Rampen z.B. bei Buchs und Ellhorn errichtet, die die Sohle des regulierten Alpenrheins stabilisieren. Diese verhindern allerdings den Aufstieg zahlreicher Fischarten aus dem Bodensee.

  

Der natürliche Alpenrhein: vielfältiger und artenreicher Lebensraum

Der historische Alpenrhein wies mit seiner Lebensraumvielfalt und der intensiven Vernetzung mit dem Bodensee eine im Vergleich zu ähnlichen Fliessgewässern ausserordentlich hohe Vielfalt an aquatischen Lebensgemeinschaften auf. Über 30 Fischarten und ein breites Spektrum gewässergebundener Tier- und Pflanzenarten besiedelten Mitte des 19. Jahrhunderts den verzweigten Alpenrhein und seine Zuflüsse. Der Alpenrhein prägte mit seinen mehreren Haupt- und Nebenarmen den Talboden. Die hohe Flussdynamik bildete im Flussbett grossflächige Schotterinseln, die regelmässig umgelagert wurden und frei von Bewuchs blieben. Der Grundwasserspiegel war hoch, grundwassergespeiste Nebengewässer, Auflächen und Riede prägten das Umland.

 

Heute: hohe Defizite aus gewässerökologischer Sicht

Heute ist der Alpenrhein fast durchgehend monoton reguliert und durch Hochwasserschutzdämme von seinen ehemaligen Nebengewässern abgetrennt. Alternierende Kiesbänke stellen im Regulierungsprofil die einzigen bedeutenden Strukturen dar. Flussab der Illmündung verschwinden auch diese letzten Strukturelemente. Die Reduktion der Gewässervielfalt und der Verlust intakter Lebensräume hat eine Verarmung der aquatischen Lebensgemeinschaften zur Folge. Tägliche Wasserspiegelschwankungen beeinträchtigen die Funktionsfähigkeit der wenigen verbliebenen Lebensräume zusätzlich.

 

Zustand der Zubringer und Nebengewässer 

Um den Talboden zu entwässern und um bei Hochwasser einen Rückstau in die Zubringer zu verhindern, wurden alle Zuflüsse flussab der Tardisbrücke zu Binnenkanalsystemen zusammengefasst. Mündeten noch Mitte des 19. Jahrhunderts insgesamt 53 Zubringer in den Alpenrhein, so sind es jetzt noch zehn.  

 

Als Folge der Sohleintiefung entstanden in den letzten Jahrzehnten bis zu 5 m hohe Abstürze zwischen Alpenrhein und seinen Zubringern, die mit Schussrinnen und Rampen überbrückt wurden. Selbst schwimmstarke Fischarten sind vielfach nicht in der Lage, diese Hindernisse zu passieren. Nur 5 der 10 Zubringermündungen sind daher für Fische passierbar. Die mündungsnahen Abschnitte der Zuflüsse sind infolge zahlreicher Eingriffe ebenfalls stark beeinträchtigt.

 

Durch das Absinken des Grundwasserspiegels trockneten grundwassergespeiste Giessen und Nebengewässer aus. Riedflächen und einstmals ausgedehnte Auwälder verschwanden. Um einer weiteren Eintiefung der Rheinsohle entgegenzuwirken, wurden Rampen z.B. bei Buchs und Ellhorn errichtet, die die Sohle des regulierten Alpenrheins stabilisieren. Diese verhindern allerdings den Aufstieg zahlreicher Fischarten aus dem Bodensee.

  

Aktuell

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vom 24. Mai 2017

 

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Ein Projekt für rund 300'000 Menschen im Alpenrhein

 

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im Zusammenhang mit dem Entwicklungskonzept Alpenrhein 

 

»Entwicklungskonzept Alpenrhein

Kurzbericht, Dezember 2005 

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